4. Szene – Kinder, Kaffee und Heavy Metall

Es ist Mittagszeit in der Educare (vergleichbar mit einem Kindergarten) auf der ersten Etage in der NWF.

PARALLEL MONTAGE: RICKI und JOHANN gehen durch das Zimmer und legen die Matratzen für die Kinder zurecht. RONEL liest in einem Nebenraum den Kindern die Geschichte „Der Lebkuchenmann“. Einige Kinder sprechen mit RONEL Wort für Wort mit. Auf dem Boden liegen vier Reihen mit je neun Matratzen. RONEL legt das Buch zur Seite. RIHANNA, FRIEDA und NAOMI warten in der Küche neben Köchin BETTY. RICKI und JOHANN stoßen dazu. RONEL verteilt die Kinder an ihre Plätze und sie beten gemeinsam. Die Personen in der Küche nehmen die von BETTY belegten Teller mit Reis und Gemüse und gehen in ihre Räume mit den Kindern. Ein Teller nach dem anderen wird vor ein Kind nach dem anderen gelegt. JOHANN verteilt die Löffel. Genau diese Löffel finden ihren Weg in die Münder der Kleinen. JOHANN geht in ein Nebenzimmer. Nach und nach vergrößert sich der Stapel mit leeren Tellern. Das Licht geht aus. RICKI und RONEL weisen die Kinder auf ihre Schlafplätze. JOHANN stellt zwei Kisten voller Decken zu Boden. RICKI und RONEL greifen rein. JOHANN fegt den Boden. Die Decken fallen auf die Kinder und es kommt zu einer …

ÜBERBLENDE: An drei Seiten des großen ‚Kinderschlafvierecks‘ sitzen RICKI, RONEL und JOHANN auf kleinen Kinderstühlen. Während der folgenden Szene ist die ganze Zeit über ruhiges Schnarchen der Kinder zu vernehmen.

RICKI             Ronel, can you pass me my phone?

RONEL steht auf, greift nach dem Handy auf dem Tisch und steigt um die schlafenden Kinder Richtung RICKI.

RICKI            Just throw it to me.

RONEL          What? – Why?

RICKI            Well, just throw it to me. That’s faster.

RONEL          No. I am not gonna do that.

JOHANN       You have to tread it like your child, Ricki. Like a newborn. The phone is basically a baby.

RONNEL       Exactly – You don’t know how hard I’ll throw it anyway. That might hurt and it’ll get broken.

JOHANN       What? The phone or the nose?

RONEL          The phone of course! I don’t care about the nose. The nose will be fine, there’ll be just a little bit of blood, but the phone! Man, the phone will be destroyed. Useless trash. I am telling you, use-less tra-ash. And you know, phones are so expensive these days. It’s crazy! It’s like – when you fall and you hear a crack. You pray to god it was your leg!

RICKI und JOHANN lachen.

RONEL          No! I am serious! *CRACK* (sie faltet ihre Hände mit Rickis Handy dazwischen und blickt an die Decke) Dear god, please let it be my leg. I beg you, please!

Im Laufe ihres Exkurses über das Brechen von Knochen und/oder Handys, ist RONEL bei RICKI angekommen und drückt ihr das Handy in die Hand.

JOHANN gähnt.

RONEL          You tired, man?

JOHANN       Yea-aah-ah. It’s ju-uuh-ust – I can’t even keep my eyes open anymore. So hard to focus right now.

RICKI            Well, go and get yourself a coffee. You don’t have to suffer.

JOHANN       That’s a great idea! You want some?

RONEL          One coffee – four sugar.

RICKI            One and a half coffee and three sugar, please.

JOHANN       Tha-that’s a lot of sugar. Are you sure?

RONEL          Yeah, definitely. I love it sweet!

JOHANN      Oh, okay. I understand that. Milk?

RONEL         Yes.

RICKI            No.

HARTER SCHNITT: RICKI, RONEL und JOHANN sitzen an ihren ehemaligen Plätzen und schlürfen heißen Kaffee.

JOHANN      So, I see that every day there is a different amount of children. How so?

RONEL          Well, sometimes children get sick or they have to stay at home. I mean that is normal. Otherwise we would have like 42 children every day.

JOHANN      Wow! That’s a lot!

RICKI            Yes, but there are most of the time two teachers to keep track of ‘em.

JOHANN      Why most of the time?

RICKI            Ronel and I, we switch every week. This week my work day starts a little bit earlier and I can leave also earlier. In exchange – Ronel comes later and also has to leave, when every kid got picked up.

JOHANN       And that depends?

RONEL          Yes, it always does. Some parents come on time and sometimes I have to wait a long time. But that doesn’t happen so often.

JOHANN       You must be tired after one day of work? I mean, I am already tired now and I come to the Educare about 9 in the morning till like what – 13ish?

RONEL          Hm, you get used to it. And the coffee will be your best friend. It’s like a marriage between you two. Trust me you will love it more than your partner.

JOHANN       But I am single.

RONEL          See! Just as I said…

RONEL schluckt kichernd etwas Kaffee.

FELIX öffnet leise die Tür.

FELIX            Jo, come now. Food’s ready.

JOHANN       I am comin…

RONEL          Go and enjoy your food. Get some rest.

MONTAGE: Die Freiwilligen gehen in die Küche, nehmen sich ihr Essen, gehen die Treppen rauf, in ihr Office und speisen. Während dessen wird Fußball geschaut, die E-Mails abgecheckt und geredet. Leere Teller werden gesammelt und wieder in die Küche gebracht. Es bilden sich kleine Grüppchen und die Vorbereitungen für die Aftercare (vergleichbar mit einem Hort) beginnen.

Die Vorbereitung ist fertig und JOHANN holt eine Leiter, schwarze Farbe und geht zur Wand neben dem Volunteer-Office. Langsam und wackelig steigt er bis ganz nach oben. Auf der letzten Stufe angelangt, stopft er sich Kopfhörer in die Ohren und fängt an zu malen. Langsam aber deutlich wird eine Silhouette von Lavender Hill sichtbar. Aus seinen Ohren dröhnt Heavy Metall.

One Responses

  • Olga Olenitsch

    И как это на английском читать мне?

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